Weltbischofssynode soll Ortskirchen stärken

Erwartungen des ZdK-Präsidenten Alois Glück

Ein deutliches Signal für weniger Zentralismus in der Weltkirche und für mehr Entscheidungsfreit und mehr Kompetenzen für die Ortskirchen erhofft der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, von der bevorstehenden Weltbischofssynode.

"Anlässlich der Beratung der Themen, die mit Ehe und Familie, mit Partnerschaft und Sexualität im Zusammenhang stehen, geht es um einige Grundentscheidungen und Richtungsbestimmungen für den weiteren Weg unserer Kirche. Deshalb spricht vieles dafür, dass über das Beratungsthema hinaus der Verlauf und die Ergebnisse dieser Synode von großer Bedeutung für den weiteren Weg des Pontifikats von Papst Franziskus und für den Weg unserer Kirche sein werden", so Alois Glück vor der Vollversammlung des ZdK am Freitag, dem 8. Mai in Würzburg.

Eine zentrale Frage sei, wie die Synode die Rolle der Tradition in der Kirche interpretieren werde, als ein starres und abgeschlossenes System oder als fortwährenden Prozess. "Kann sich die kirchliche Lehre weiterentwickeln, wofür viele Ergebnisse des Zweiten Vatikanischen Konzils sprechen, oder setzen sich diejenigen durch, die angesichts der Tradition und der dogmatischen Festlegungen keinen Bewegungsspielraum für ein Aggiornamento sehen?" so der ZdKPräsident. Eine weitere Frage sei, welche Bedeutung für die Entwicklung der kirchlichen Lehre und den Weg der Kirche der Glaubenssinn des Volkes Gottes haben werde.

Er forderte dazu auf, diese und andere grundsätzliche Themenstellungen jetzt auch in den Ortskirchen zu beraten.

Pressemitteilung "Weltbischofssynode soll Ortskirchen stärken" als PDF

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